Haben Sie schon einmal von einem Stein gehört, der älter ist als das Leben auf der Erde, wie wir es kennen, und der angeblich Wasser reinigen und vor unsichtbaren Strahlen schützen kann? Dieser Stein heißt Schungit. Oft als "Stein der Gesundheit" oder "schwarzes Wunder des Nordens" bezeichnet, fasziniert dieses Mineral Wissenschaftler und Heilpraktiker gleichermaßen. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des Schungits ein, erforschen seine einzigartige Herkunft und entdecken, warum er heute relevanter ist denn je.
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Was genau ist Schungit? Ein geologisches Phänomen
Schungit ist ein präkambrisches Gestein auf Kohlenstoffbasis mit einem geschätzten Alter von über 2 Milliarden Jahren. Geologisch gesehen nimmt es eine Zwischenstellung zwischen Anthrazit und Graphit ein. Obwohl es auf den ersten Blick an gewöhnliche Steinkohle erinnert, offenbart ein genauerer Blick eine völlig andere innere Struktur und außergewöhnliche Eigenschaften.
Wichtige Merkmale auf einen Blick
- Erscheinungsbild: Die Farbe variiert je nach Kohlenstoffgehalt von mattem Schwarz bis hin zu einem metallischen Silberglanz.
- Elektrische Leitfähigkeit: Im Gegensatz zu den meisten anderen Mineralien ist Schungit in der Lage, elektrischen Strom zu leiten.
- Chemische Zusammensetzung: Der Hauptbestandteil ist Kohlenstoff, daneben enthält er Silizium und Spuren fast aller Elemente des Periodensystems.
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Hauptarten dieses Minerals:
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Gewöhnlicher Schungit (schwarz): Der Kohlenstoffgehalt liegt zwischen 30–50 %. Er hat ein mattes Aussehen und lässt sich leicht bearbeiten. Häufig wird er zur Herstellung von Pyramiden, Platten und als Splitt für die Wasserreinigung verwendet.
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Edelschungit (silbern): Diese Art ist extrem selten und macht nur etwa 1 % aller Funde aus. Der Kohlenstoffgehalt erreicht bis zu 98 %, er hat einen metallischen Glanz und ist spröde, weshalb er schwer zu bearbeiten ist. Energetisch gilt er als die stärkste Variante.
Die Herkunft: Warum nur Karelien?
Das weltweit einzige bekannte Vorkommen von echtem Schungit befindet sich in Russland, genauer gesagt in der Republik Karelien, in der Nähe des Onegasees. Der Name des Minerals leitet sich vom nahegelegenen Dorf Schunga ab.
Das Geheimnis seiner Entstehung
Wissenschaftler sind sich bis heute nicht einig darüber, wie Schungit in dieser Region entstanden ist. Zu den Haupttheorien gehören:
- Die Umwandlung von versteinerten Sedimenten prähistorischer Meeresorganismen, insbesondere Plankton.
- Der Einschlag eines großen Meteoriten, was das Vorhandensein spezifischer Moleküle erklären würde.
- Vulkanische Aktivität mit einer einzigartigen chemischen Zusammensetzung des Magmas.
Sicher ist, dass die geologischen Bedingungen in Karelien so spezifisch waren, dass Schungit in nennenswerten Mengen nirgendwo sonst auf dem Planeten vorkommt.
➤ Historische Notiz: Schon Zar Peter der Große war sich des Potenzials von Schungit bewusst. Er ließ in Karelien das erste russische Heilbad für seine Soldaten errichten und befahl ihnen, ein Stück Schungit in ihren Feldflaschen zu tragen, um stets sauberes und keimfreies Wasser zu haben.
Warum Schungit einzigartig ist: Das Geheimnis der Fullerene
Was Schungit zu einer echten geologischen Rarität macht, ist nicht nur sein Alter, sondern vor allem seine molekulare Struktur. Schungit ist einer der wenigen Orte im Universum und das einzige geologische Vorkommen auf der Erde, wo natürliche Fullerene gefunden wurden.
Was sind Fullerene?
Fullerene sind eine spezielle Form des Kohlenstoffs (neben Diamant und Graphit). Ihre Moleküle (das bekannteste ist C60) bilden hohle, kugelförmige Strukturen, die an einen Fußball erinnern.
Dank der Fullerene besitzt Schungit folgende Fähigkeiten:
- Starke antioxidative Wirkung: Hilft, freie Radikale zu neutralisieren.
- Sorptionsfähigkeit: Wirkt wie ein Schwamm, der Verunreinigungen aufsaugt.
- Antibakterielle Eigenschaften: Kann Bakterien und Viren in seiner Umgebung abtöten.
Neben dem Vorhandensein von Fullerenen tragen auch folgende Faktoren zu seiner Einzigartigkeit bei:
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Hoher Kohlenstoffgehalt: Im Gegensatz zu gewöhnlichen Gesteinen hat Schungit einen extrem hohen Anteil an Kohlenstoff, was ihm spezifische physikalische und chemische Eigenschaften verleiht.
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Adsorptionsfähigkeit: Schungit hat die Fähigkeit, verschiedene Substanzen an sich zu binden, weshalb er traditionell mit der Wasserreinigung in Verbindung gebracht wird.
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Elektrische Leitfähigkeit: Im Gegensatz zu den meisten Mineralien leitet Schungit elektrischen Strom, was ihn auch für technische Anwendungen interessant macht.
Wie wird Schungit heute genutzt?
Die modernen Anwendungen von Schungit sind vielfältig – von der rein praktischen Wasserreinigung bis hin zu esoterischen und harmonisierenden Zwecken.
1. Schungitwasser (Natürliche Filtration)
Die häufigste Anwendung ist die Aufbereitung von Trinkwasser. Schungitsplitt, der ins Wasser gegeben wird, kann:
- Schwermetalle, Chlor, Nitrate und Pestizide absorbieren.
- Den Geschmack des Wassers verbessern und Gerüche entfernen.
- Das Wasser mit Spurenelementen anreichern.
- Das Wasser strukturieren (ihm seine natürliche bioenergetische Struktur zurückgeben).
2. Schutz vor Elektrosmog (EMF)
In unserem digitalen Zeitalter wird Schungit wegen seiner Fähigkeit geschätzt, elektromagnetische Strahlung abzuschirmen. Menschen stellen Schungit-Pyramiden an Computer und Fernseher oder tragen Schungit-Platten an ihren Mobiltelefonen. Ziel ist es, die Auswirkungen von Strahlung und geopathogenen Zonen auf den menschlichen Organismus zu mildern.
3. Dekoration und Schmuck
Aufgrund seiner tiefschwarzen Farbe ist Schungit ein beliebtes Material für die Herstellung von Armbändern, Anhängern und Statuetten. Das Tragen von Schungit am Körper soll laut Heilpraktikern das Biofeld des Menschen harmonisieren und Energie spenden.
4. Kosmetik und Wellness
Schungitpulver wird Cremes, Shampoos und Seifen zugesetzt. Es hilft bei Hautproblemen, Akne oder Entzündungen, dank seiner entzündungshemmenden und bakteriziden Eigenschaften.
Fazit
Schungit ist ein Material mit einer außergewöhnlich langen Geschichte, einem einzigartigen Ursprung und Eigenschaften, die in der Welt der Mineralien ihresgleichen suchen. Ob wir ihn als interessantes geologisches Phänomen, als dekoratives Element oder als traditionelles Mittel zur Wasseraufbereitung betrachten – eines ist sicher: Schungit bleibt eines der bemerkenswertesten Naturmaterialien der Gegenwart.